Wer zum ersten Mal ein Glas Kombucha trinkt, könnte es mit einer Art Apfelsaftschorle verwechseln. Mancherorts wird es sogar als Sektersatz bezeichnet. Auf jeden Fall schmeckt Kombucha gut. Das Getränk ist süß und perlend.
Kombucha schmeckt nicht nur gut, sondern ihm wird auch eine heilende Wirkung nachgesagt. So soll Kombucha blutreinigend wirken und den Stoffwechsel anregen.
Bei nachfolgenden Problemen werden Kombucha positive Wirkungen nachgesagt
- Gelenk- und Rückenschmerzen
- Schlaflosigkeit
- Diabetes
- Herzinfarkt
- Windpocken
- Gürtelrose
- Fettleibigkeit
- Durchfall
- Leberstörungen
- Krebs – therapiebegleitend
Wer oder was ist eigentlich Kombucha
Kombucha ist ein Teepilz, hat aber nichts mit Pilzen zu tun. Es handelt sich um eine “Gemeinschaft” von vielen verschiedenen Hefen. Einer der wichtigsten Wirkstoffe des Kombucha ist die Glucurosäure. Sie ist dem Körper bei der Entgiftung behilflich, da sie in der Lage ist, Schlacken und Gifte in unserem Körper zu verbinden, um sie leichter ausscheiden zu können. Ebenfalls in Kombucha enthalten ist Milchsäure, die durch das Hemmen der schlechten Darmbakterien bei der Verdauung hilft.
Der Kombucha-“Pilz” ist gelatineartig und meist weiß oder hellbraun.
So arbeitet der Kombucha
Die Hefen vergären den enthaltenen Zucker zu Alkohol. Dadurch wird eine Nahrungsgrundlage geboten für die wichtigen Bakterien. Die Bakterien wiederum verwandeln den entstandenen Alkohol in Milch- und Essigsäure, diverse Vitamine und die bereits erwähnte Glucuronsäure. In dem sauren Getränk halten sich nur die guten Bakterien.
Rezept zur Herstellung von Kombucha
Sie benötigen
- Glas mit Fassungsvermögen von wenigstens 2,5 Litern
- Kombuchapilz
- wenn möglich “alte” Kombuchaflüssigkeit zum Ansetzen nehmen. Es geht aber auch ohne
- 2 Liter Wasser
- 2 Teelöffel Schwarzer Tee (es können aber auch verschiedene Tees kombiniert werden)
- 200 bis 250 Gramm Zucker
- Gummiband und Mulltuch mit dem das Glas abgedeckt wird
Zubereitung Kombucha
- Tee kochen mit 2 Litern Wasser – Zucker zufügen – abkühlen auf “Handwärme”
- Kombucha Teepilz mit der glatten Seite nach oben in den Tee legen
- wenn eine Ansatzflüssigkeit vorhanden ist, diese hinzufügen
- Glas nun abdecken mit dem Mulltuch. Der Pilz braucht Luft, darf aber nicht verunreinigt werden
- Das Glas nun für etwa 10 Tage an einen Ort stellen mit Zimmertemperatur von etwa 20 Grad. Im Sommer sollte darauf geachtet werden, dass der Pilz nicht an einer zu warmen Stelle steht und zu schnell reift. Im Hochsommer hierfür eher einen kühlen Platz suchen. Licht ist für die Reifung nicht erforderlich.
- Das Getränk ist reif, wenn keine Blasen mehr aufsteigen. Wird Kombucha zu früh getrunken, kann noch ein restlicher Alkoholanteil vorhanden sein.
- Ist das Kombucha Getränk reif, muss es gefiltert werden, am besten durch einen Kaffeefilter und danach im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Wer sich für Kombucha interessiert, findet dazu auch Bücher in der Buchhandlung oder in Buch-Onlineshops. Es gibt Titel wie “Kombucha – Das Teepilzgetränk” oder “Kombucha – Mythos, Wahrheit, Faszination”
Weil Bilder mehr als Worte sagen, finden Sie bei Youtube ein kleines Video zur Herstellung von Kombucha.